Christian Fischer

Samstag

16

März 2013

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Ausbildungstipp – Funkdisziplin

Veröffentlicht von , veröffentlicht unter Ausbildung

In Einsätzen und Einsatzübungen kommt es oftmals zu einer Überbelegung im Bereich des Einsatzstellenfunks. Ein Teil davon lässt sich über eine sinnvolle Kanaltrennung durchführen. Schließlich stehen in der Feuerwehr bundesweit einheitlich (mindestens) vier Kanäle im 2 m Band sowie der Kanal 31 für die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen zur Verfügung. Dennoch ist, auch bei einer guten Kommunikationsplanung in entsprechenden Lagen (mindestens) ein Zug auf einem Kanal.

Sobald bei einem Einsatz Atemschutzgeräteträger im Inneren eines Gebäudes sind haben diese den absolut höchsten Anspruch auf eine gesicherte Kommunikation. Wohingegen die Kräfte außerhalb auch andere Möglichkeiten haben. Sei es der Melder, Handzeichen oder auch das persönliche überbringen einer Meldung.

Doch wie bringt man die Einsatzkräfte außerhalb dazu, mit der knappen “Kanalkapazität” sparsam umzugehen. In Übungen kann man dies sehr gut damit erreichen, dass man die Anzahl der Funkgespräche limitiert, die pro Person (d.h. pro Funkgerät) begonnen werden dürfen. Hierzu befestigt man kleine Abreisszettel (wie bei Aushängen am „zu verschenken / zu vermieten-Brett” in Supermärkten für Telefonnummern verwendet) mit Klebefilm am Funkgerät. Je nach Funktion der Person eine unterschiedliche Anzahl. Also beispielsweise fünf beim Atemschutztrupp, drei beim Gruppenführer, zwei bei Zugführer und Maschinisten. Das Ergebnis ist regelmäßig, dass die Kräfte sich genau überlegen, ob diese Meldung wirklich sein muss, ob sie wirklich per Funk übermittelt werden muss, ob sie wirklich jetzt übermittelt werden muss (oder vielleicht mit der nächsten Meldung die kurze Zeit später ohnehin kommt zusammengefasst werden kann),… Denn keiner weiß, ob er im Verlauf der Übung noch weitere “Guthaben” dringend benötigt. Und man ist erstaunt, wie ruhig auch eine Übung in Zugstärke mit drei Trupps unter Atemschutz im Innenangriff auf einem Kanal ablaufen kann, wenn 90 % der Kommunikation zwischen Atemschutztrupp und Gruppenführer stattfinden, wohingegen der Rest auf alternative Mittel der Übermittlung zurückgreift.

 

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